Absichtserklärung zur Gestaltung

Hat innere Einstellung Auswirkungen?

Ich glaube an Gestaltung.
Ich glaube an den Sinn von Veränderung.
Gestaltung ist Werden und kein statisches Unterfangen.

Es gibt die Basis des Auftraggebers und die Basis des Gestalters.
Es gibt Fragen. Und es gibt Antworten.
Es gibt die Vermischung zweier Einstellungen.
Es gibt einen formalen Ausdruck.

Gestaltung ist ein Bekenntnis.

Wahrheit ist relativ.
Dennoch gibt es Grundlagen.
Wertegemeinschaften existieren.
Es gibt Sinn, und es gibt Unsinn.

Gestalten heißt, ein Beziehungsgeflecht zu lösen und neu zu knüpfen.

Es gibt Abhängigkeitsgrößen und Bezüge.
Es gibt Ordnung und Unordnung.

Es gibt eine Vorordnung – den persönlichen Hintergrund.
Nichts erwächst dem Nichts.
Ein Ich trifft ein Du.
Eine Einstellung begegnet einem Etwas.

Gestaltung bedeutet Strukturanschauung und Umordnung.
Gestaltung verlangt ein Zulassen von systemfremden Einflüssen.
Umsicht ist Absicht.

Die Ansicht ist abhängig vom Standpunkt.
Es gibt ein textuelles Verständnis.
Dies erfordert ein Verständnis für den Kontext.
Das Ganze ist nicht die Summe seiner Teile.
Die Verbindungen bieten Spielraum im Gestalten.

Es gibt das Prinzip der »Lesbarkeit«.
Und es gibt das Prinzip der »Schreibbarkeit«.
Man kann vom gegebenen Kontext ausgehen, dem Status quo.
Oder man geht vom Prozess aus.

Im ersten Fall findet eine Umordnung von Bedeutungseinheiten statt.
Im zweiten Fall werden die Systemgrenzen ausgeweitet.
Und die Systemumwelt wird neu bestimmt.
Die Einflussgrößen auf das System werden verändert.

Entweder ergeben sich verweisende, an das Bestehende angelehnte Lösungen.
Oder es ergeben sich autopoietische, systemerweiternde Lösungen.

Die Wahl ist nicht nur eine Frage der Zeit.
Sondern auch der Einstellung.

Doch keine Frage: Gestaltung wird sein.

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